Am 16. September veranstaltete die wiedereröffnete Bibliothek im Gemeindezentrum Gompitz in Pennrich eine Buchlesung mit Ralf Günther, der mit seinem Erfolgsroman "Der Leibarzt" deutschlandweit Bekanntheit erlangte. Es war angezeigt, dass er aus seinem neuesten Buch "Goethe in Karlsbad" lesen würde, ein Sujet, welches mich durchaus interessierte. Also dachte ich mir, da gehst Du einfach mal hin. Und das taten erfreulicherweise auch viele andere Literaturfreunde, denn der Saal des Gemeindezentrums war gut gefüllt. 

Ralf Günther ist bekanntermaßen nicht nur ein ausgezeichneter Schriftsteller, sondern nach meinem heutigen Erleben zu urteilen, auch ein hervorragender Erzähler. Denn ehe es schließlich an die annoncierte Lesung aus "Goethe in Karlsbad" ging, plauderte er sehr unterhaltsam über einige seiner anderen Romane, nicht ohne daraus jeweils Kostproben vorzutragen. So erfuhren die Anwesenden einiges über die Entstehungsgeschichte und die Hauptfiguren der Romane "Der Leibarzt", "Der Gartenkünstler" und "Der Dieb von Dresden". Besonders viel Heiterkeit verbreiteten Günthers Erzählungen über das außergewöhnliche Ehepaar von Pückler und den extravaganten Fürsten selbst, deren Wirken der Autor im "Gartenkünstler" verarbeitete. Auf sehr charmante Art und Weise vermochte er, diese zeitgeschichtlichen Figuren vor unseren Augen lebendig werden zu lassen.

Es war eine rundherum gelungene Veranstaltung dieser kleinen Bibliothek mit dem großen Schriftsteller. Auch wenn ich weniger der  Belletristik zugeneigt bin, werde ich nach dem heutigen Abend nicht umhinkönnen, mir unverzüglich den „Gartenkünstler“ vorzunehmen. Das Buch konnte ich leider nicht sofort erwerben, weil Ralf Günther die mitgebrachten Exemplare seiner Romane dankenswerter Weise der Bibliothek überließ (wofür der Autor die Anwesenden ausdrücklich um Nachsicht bat!).

Zu meiner Frau habe ich, zu Hause angekommen, schließlich triumphierend gesagt: „Wärst Du mal lieber mitgegangen. Du hast wirklich was verpaßt!“

Da beißt die Maus keinen Faden ab!

Die Öffnungszeiten der Bibliothek sollen übrigens in den Ortsnachrichten Oktober bekannt gegeben werden.

     

Text/Fotos: Wolfgang Isegrimm

16.09.2022 

Wenn es um Heimat geht, geht es auch immer um Zusammengehörigkeitsgefühl. Wie sollte es auch anders funktionieren? Im Moment ist aber vielen Menschen, vielen verantwortlichen Menschen dieses Gefühl nebst Ihrer Verantwortung für die Gemeinschaft abhanden gekommen. Da kommt der Aufruf des Bürgermeisters von Neuhaus am Rennweg, Uwe Scheler, gerade recht und man wünschte sich, dass sich dieser Meinung möglichst viele und möglichst öffentlich anschliessen. Am 26.11.2021 (und hoffentlich auch noch lange) zu finden auf der Seite https://www.neuhaus-am-rennweg.de (Für Smartphone dort evtl. Button Herzlich willkommen drücken).

Hier der wunderbare Artikel von Harald Worms von der Heimatseite der aktuellen Ortsnachrichten (November 2021):

                               Aus einer anderen Zeit

                       - eine Alltagsbetrachtung -

Wer heute über 70 ist und sich an seine Kindheit (in Dresden) in den 1950er-Jahren erinnert, stellt schnell fest, dass er aus einer anderen Zeit kommt.

Es war die Zeit als Strümpfe noch gestopft, es noch Stromsperren und Aschegruben gab, im Winter noch Eisblumen an den Fensterscheiben waren, Autos noch Winker und Trittbretter hatten. Wörter wie gefallen, ausgebombt und abgehauen (in den Westen) waren im Alltag oft zu hören. Schuhe mit Klettverschlüssen gab es noch nicht. Wir mühten uns ab mit den Schnürsenkeln eine Schleife zu binden. Wir hatten eine Lederhose und ein Taschenmesser, aber kein Handy oder Smartphone. Wir sammelten Briefmarken und tauschten sie. Fernsehen gab es noch nicht. Dafür spielte die Familie „Mensch ärgere dich nicht“ oder Karten. Auch war die Straße unser Spielplatz, denn auf ihr gab es mehr Kinder als Autos. Wenn überhaupt hatten die wenigsten Kinder ein Fahrrad. Wir Jungen aber hatten eine Dreieckbadehose. Anders als heute waren die Schulranzen in den ersten vier Schuljahren klein und aus Leder. Sonnabends war noch Unterricht. Die Lieder „Die Heimat hat sich schön gemacht“ und „Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer“ können die meisten von uns noch heute singen. Wan- dertage waren besondere Höhepunkte im Schulalltag. Fragen Sie mal heute Kinder, ob sie den Wilisch oder die Jagdwege kennen. Unseren Freunden berichteten wir voller Stolz, wenn wir im Ausland waren. Dies geschah anders als heute. Auf Wanderungen mit den Eltern in der Sächsischen Schweiz oder im Osterzgebirge hüpften wir 2 bis 3 m über die Grenze und waren in der Tschechei.

Die Greta in mir

Ist das nicht ein Wahnsinn? Da kommt ein sechzehnjähriges Mädel daher und Massen an Leuten fallen auf die Knie, als ob ihnen ein Heiland erschienen wäre. Da wird unverfroren Schule geschwänzt und dieser Gesetzesverstoß wird sogar von höchster Regierungsstelle nicht nur geduldet, sondern zu einer Heldentat erklärt. Es hieß, die Kinder, die da in Hamburg demonstriert haben, hätten einen Haufen Müll hinterlassen, den später die natürlich viel weniger umweltbewußten Mitarbeiter der Stadtreinigung und die Anwohner wegräumen mußten. Genau da zeigt sich für mich das ganze Dilemma dieser,

Winter 2018/19 - Schnee! Es gibt ihn hier noch!

                                         

Nachdem es uns am 09. Januar und den darauf folgenden Tagen schon einmal Schnee gebracht hatte, mit dem wir aber mangels schönem Wetter so überhaupt nichts anfangen konnten, ist der Winter am 03. Februar nun ein zweites mal wiedergekehrt und hat die Landschaft verzaubert. Das Schneegebiet war allerdings ziemlich scharf umrissen und wir können uns glücklich schätzen, dabei gewesen zu sein. (Hier bitte ich alle um Entschuldigung, die mit Schnee nichts weiter als Arbeit haben und meinen Enthusiasmus nicht teilen!). Bereits in Leipzig kam keine Flocke mehr am Boden an. Dafür hat es das Erzgebirge reichlich versorgt und gute Wintersportbedingungen geschaffen.

So verträumt sah unsere Heimat schon lange nicht mehr aus. Viel Spaß beim Bilder guggen! Dem Datenschutz wurde natürlich Rechnung getragen. Autokennzeichen und Gesichter, besonders das des gefallenen Schneemannes, wurden unkenntlich gemacht wink.

Galerie 1

Sommer 2018 - Trockenheit und kein Ende?

 

Blick von Unkersdorf nach Norden

 

Wir Gompitzer sind offensichtlich bei der Regenverteilung vergessen worden. Die anhaltende Hitze drückt alles darnieder und lediglich die Sonnenanbeter kommen auf ihre Kosten. Die meisten jedoch müssen bei der Hitze arbeiten und besonders denjenigen unter uns, die irgendwie mit Gärtnerei und Landwirtschaft zu tun haben, treibt es die Sorgenfalten ins Gesicht.

   

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